Verschleiß und Rückenschmerzen

"Ich habe einen abgenutzten Rücken oder einen abgenutzten Wirbel und dann kann nichts dagegen unternommen werden", hörte ich mehrere Leute sagen. Dann werde ich neugierig und frage, was genau unter Verschleiß zu verstehen ist. Denn das hängt davon ab, ob wirklich nichts zu tun ist. Es gibt verschiedene Formen des Tragens, jede mit ihren eigenen Eigenschaften. Eine kurze Erklärung.

 

Was ist Abnutzung?

Für Abnutzung und Arthrose der Hüfte und des Knies habe ich bereits die wichtigsten Punkte aufgelistet. Ähnliches gilt für den Rücken. Auch auf der Rückseite bedeutet Abnutzung oft, dass bei Röntgenaufnahmen oder CT- oder MRI-Aufnahmen bestimmte "Abnormalitäten" auftreten. Wirbel sind näher als erwartet, es kommt zu einem zusätzlichen Knochenwachstum an den Zwischenwirbelgelenken oder an den Kanten der Wirbel. Ich habe absichtlich "Verschleiß" in Anführungszeichen gesetzt, da es sich in der Regel um "Abnormalitäten" handelt, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Echter Verschleiß bedeutet den Abbau oder die Zerstörung von Strukturen wie Knorpel der Gelenke, Verlust der Knochenqualität mit all ihren Folgen. Vielleicht sollten wir zwischen dem Begriff Verschleiß als normales Alterungsphänomen und Arthrose als destruktiver Form unterscheiden. Der Begriff Degeneration wird auch verwendet. Genau wie beim Begriff Verschleiß ist unklar, was genau darunter gemeint ist: Ist das normal oder anders?

  

Beschwerden über Abnutzung und Arthrose

Bei Verschleiß als Alterungsphänomen gibt es keine Schmerzbeschwerden. Bewegungseinschränkungen können langsam auftreten, so dass ein wenig Flexibilität verschwindet. Bei der Arthrose, der destruktiven Form, kann es auch zu Steifheit kommen, vor allem beim Starten einer Bewegung (morgens beim Aufstehen oder Aufstehen nach längerem Sitzen). Und jetzt kann es auch Rückenschmerzen geben und manchmal auf ein oder beide Beine ausstrahlen. Insbesondere bei Überladung können die Beschwerden ärgerlich werden (Fehltritte, Heben, Umzug). Diese zusätzlichen Symptome können nach Wochen verschwinden. Es ist schwer vorherzusagen, ob Arthrose und Symptome im Laufe der Zeit zunehmen werden. Manchmal scheint sich für eine Weile nichts zu ändern, und manchmal kann es schnell zunehmen.

  

Spinalkanalverengung (Stenose)

Das Knochenwachstum in Gelenken und Wirbeln kann zu einer Verengung des Spinalkanals führen. Infolgedessen reicht der Blutkreislauf in diesem Kanal nicht mehr aus, um die Nerven und Zellen in einem optimalen Zustand zu halten. Beinbeschwerden können auftreten: Schmerzen und Müdigkeit. Es fällt auf, dass diese Beschwerden beim Stehen und Gehen auftreten und beim Sitzen und Liegen entlastet werden. Bei körperlichen Untersuchungen ist nach hinten biegen des Rückens oft sehr begrenzt. Einer Reihe dieser Personen kann mit Übungen gut geholfen werden, manchmal kombiniert mit Behandlungen.

 

Referenzen
Tulder MW van, Assendelft WJ, Koes BW, Bouter LM. Spinal radiographic findings and nonspecific low back pain. A systematic review of observational studies. Spine. 1997;22(4):427-34.

Brinjikji XW et al. Systematic literature review of imaging features of spinal degeneration in asymptomatic populations. Am J Neuroradiol. 2015 Apr;36(4):811-6.